Roger Hoffmann

Roger Hoffmann arbeitet als Regisseur, Projektentwickler
und Dozent.
Sein Werk umfasst Arbeiten in den Medien Film, Video,
Theater, Photographie, Print und elektronische Musik.
Darüber hinaus vermittelt er als Dozent praktisches und
theoretisches Wissen u.a. zu den Themen Filmproduktion
und Filmgeschichte
.

Hoffmann beginnt mitte der 1980er Jahre mit der filmischen
Arbeit. Es entstehen erste Super-8- und Videofilme,
sowie photographische Serien und bildnerische Arbeiten.

Sein Interesse gilt dem Einfluss der Wissenschaft und
der Medien auf unsere gegenwärtige Erfahrungswelt, wie
auch Entwürfen die auf eine mögliche Zukunft ver-
weisen.

Er studiert in Essen und Bochum Kommunikationswissen-
schaft, Philosophie und Psychologie und verfasst in
dieser Zeit Untersuchungen und Veröffentlichungen zu
den Themen Kommunikation, Sprache, Film, Filmtheorie
und elektronische Musik.

Das Studium schließt er ab mit der Untersuchung: "Kritik
der Sprache als phänomenologisches Unternehmen -
Ein Beitrag zu den Fundamenten einer Kommunikations-
theorie".

Von 1998 bis 2001 ist Hoffmann Mitbegründer und Mit-
herausgeber der Zeitschrift "SEMA" (G. Narr Verlag,
Tübingen), die sich den Themenfeldern Kommunikation,
Sprache, Zeichen und Kultur widmet. Er ist Redakteur
der Ressorts Kulturtheorie, Sprachwissenschaft und
Philosophie.
Er publiziert Artikel und Aufsätze in Zeitschriften und
Büchern u.a."Musikalische Avantgarde in der elektro-
nischen Tanzmusik der Gegenwart" in: Handbuch der
Musik im 20. Jahrhundert. Band 5: Elektroakustische
Musik. 2002; für den er eine Photoserie anfertigt.

Von 1999 bis 2004 unterrichtet Roger Hoffmann
als Dozent Film- und Kommunikationstheorie an der
Universität Essen und koordiniert als Leiter der
"Clearingstelle Multimedia" am "Zentrum für Information
und Medien" fachbereichsübergreifend die Multimedia-
Projekte der Universität Essen.

Parallel dazu fokussiert er sich weiter auf die Filmarbeit
und gründet 2001 "R-Hoffmann-Film" als Repräsentation
seiner filmischen Arbeiten und Projekte.

Sein beruflicher Werdegang in die Filmarbeit entwickelt
sich aus seinen Kontakten zur elektronischen Musikszene.
Im Dialog mit dem Berliner Komponisten Michael Zorn und
dem Label Lux Nigra wird der Entschluss gefasst ein
Musikvideo zu erstellen.

Es entsteht 2002 das Video "Karneval". Im gleichen Jahr
beginnen die Dreharbeiten zu dem Video "Marianen-
graben", das 2003 zur gleichnamigen EP von Zorn er-
scheint.
2003 wird auch das Video "Schneefreunde" fertiggestellt.

2004 erlangt Hoffmann das F.E.E.-Stipendium, das den
weiteren Auf- und Ausbau seiner filmischen Produktion
unterstützt.

Er realisiert weitere filmische Projekte sowie Dokumenta-
tionen und Videoinstallationen für Tanz- und Theaterpro-
duktionen u.a. in Köln, Essen, Bochum und Duisburg.

Im Jahre 2005 ist Roger Hoffmann Gastdozent an der
Robert Schumann Hochschule Düsseldorf und hält dort
eine Vortragsreihe zum Thema "Elektronische Musik
als multimediales Ereignis".

2006 gründet Hoffmann zusammen mit Freunden und
Aktivisten der elektronischen Musikszene in Essen
das Projekt "SUPERCITY", das sich der Vernetzung
von Musikern und Künstlern der hiesigen elektroni-
schen Kulturszene widmet und diese über die gleich-
namige CD- und Veranstaltungsreihe präsentiert.

2007 realisiert Roger Hoffmann, zusammen mit der
Theatergruppe glassbooth, das Film- und
Theaterprojekt "Kubus"; Inspiriert durch einen
Fernsehfilm von Jim Henson und Jerry Juhl aus dem
Jahr 1969 entwirft er hierfür - neben Konzept und
Regie - auch das Bühnenbild.
Die Inszenierung feiert am 27. Oktober 2007 ihre Urauf-
führung in Essen und tourt anschließend erfolgreich
durch verschiedene Städte des Ruhrgebiets (Essen,
Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen).

Im Frühjahr 2008 inszeniert er die Kollektion 2008/2009
für das Modelabel Tolllkirsche; inkl. Film "Imago" und
einer Modenschau/Live-Performance, die er unter dem Titel
"Tolllkirsche präsentiert Arachnoir: Kollektion 2008/09"
filmisch dokumentiert.

Des weiteren erscheint die 3. SUPERCITY-Compilation inkl.
Supercity-Video.

Im Oktober 2008 präsentiert Hoffmann an der "Zollverein
School of Management and Design" in Essen eine Werk-
schau seiner Arbeiten und Projekte.

Im Frühjahr 2009 wird die SUPERCITY-Compilation Vol. 4
veröffentlicht.

Hoffmann konzentriert sich in der Folgezeit verstärkt auf
Konzeption, Beratung und die Dozententätigkeit.

Er gestaltet 2009 den Ausstellungsbereich "Filmische
Visualisierungen in der Technokultur" für die
Ausstellung "Techno - Ein Blick zurück in die Zukunft"
im Rock und Popmuseum Gronau, die sich der Darstellung
von 20 Jahren Technokultur widmet.

2009 wird Roger Hoffmann eingeladen an der Universität
Duisburg-Essen eine neue Studiensektion für Film- und
Fernsehpraxis mit aufzubauen. Er übernimmt einen
Lehrauftrag für Theorie, Technik und Praxis der audio-
visuellen Medienproduktion.

Ab 2011 übernimmt er auch einen Lehrauftrag für Film-
und Medienpraxis an der Universität Koblenz-Landau.

Roger Hoffmann lebt in Essen und Berlin.


Filmographie:

- Semaphora (2015)
- Prologue (2014)
- Konnex (2012)
- Montage:02 (2011)
- Imago (2008)
- KUBUS: Synopsis.01-03 (2007/08)
- KUBUS: Ensemble (2007)
- Supercity (2007)
- Diese Geschichte von Ihnen (2006)
- Elektronische Wiese (2006)
- Montage:01 (2005)
- Reflection (2005)
- Metrosoul (2004)
- A Dog´s Life (2004)
- Schneefreunde (2003)
- Marianengraben (2003)
- Eis - Essen im Sommer (2002)
- Karneval (2002)
- Last Experience (1992)



Publikationen:

"Filmische Visualisierungen in der Technokultur"
In: Techno – Ein Blick zurück in die Zukunft
Hrsg. Thomas Mania; Telos Verlag; Münster 2009

"Supercity"
In: Techno – Ein Blick zurück in die Zukunft
Hrsg. Thomas Mania; Telos Verlag; Münster 2009

"Musikalische Avantgarde in der elektronischen Tanz-
musik der Gegenwart"
In: Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert;
Hrsg. Elena Ungeheuer; Laaber Verlag; Laaber 2002

"Technokultur als multimediales Ereignis"
(mit Thomas Geier)
In: Künste. Medien. Bildung – Materialien und Analysen
Hrsg. Gerda Sieben, Ulrich Spormann
Institut für Bildung und Kultur; Remscheid 2001

"Vom Zeitgeist und anderen Gespenstern - Filmtheorie
in der Postmoderne"
In: SEMA. Rezensionen in Sachen Kommunikation
Gunter Narr Verlag; Tübingen 1999